Dienstag, 07.07.2009
Die Achema ist vorbei und wir haben nun die Zeit uns über die Ergebnisse der Großmesse zu freuen.
Besonders die hervorragende Stimmung und die Besucherzahl haben uns sehr begeistert. Außergewöhnlich viele Gespräche von hoher fachlicher Qualität kennzeichneten zudem den gesamten Messeverlauf und brachten in mir die Frage auf:
Gibt es Inseln im globalen Krisenmeer?
Ich denke wir haben es dort miterlebt wie durch Qualität und Innovationskraft ein großer bleibender Einbruch in der Chemie- und Pharmaindustrie abgewehrt werden konnte. Gut, werden Sie jetzt denken, diese Tugenden bringen andere Industriezweige auch hervor und doch sind z. B. der Automotivsektor und der Maschinenbau stark von Umsatzeinbußen gebeutelt.
Aber wird von den Verantwortlichen in Wirtschaft und Politik auch dieser positive Ansatz des Bezwingens der Krise kommuniziert? Nein, im Gegenteil, selbst der positive Trend des Ifo-Geschäftsklimaindex bleibt ungenutzt. Wirtschaft ist auch Psychologie und wird sich daher nicht ohne die positiven Impulse aus der Industrie, z. B. durch erfolgreiche Messen, und aus der Politik, durch konsequente Steuerpolitik mit Kontrolle und nicht nur Finanzierung der Banken, erholen.
Lassen wir uns nicht von dem maroden Bankensystem infizieren und hoffen auf eine bessere und durchdringende Versorgung der Unternehmen mit günstigen Krediten. Die Banken sollten sich nun endlich darauf besinnen, dass sie letztendlich Dienstleister sind, Dienstleister der Wirtschaft und somit auch der einzelnen Unternehmen.
Kurz und knapp hat Dr.-Ing. Heinrich A. Flegel (Daimler AG) meines Erachtens schon den Ausblick aus der Krise formuliert:
„Die Finanzjongleure sind enttarnt, es lebe der Ingenieur!"
In diesem Sinne und mit den vielen positiven Kontakten der Achema werden wir unserem Motto für das Jahr 2009 treu bleiben:
„Wir beteiligen uns nicht an dieser Krise".
Herzlichst, Ihr
Henri Engel